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Beratung für die öffentliche Hand und NPOs

Vierteljährlich finden Sie hier einen Newsletter mit Beiträgen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Public Services.

Ausgabe 88 | April 2008 Public Services Newsletter Informationen fr die ffentliche Hand und NPOs Herzlich willkommen zum aktuellen Public Services Newsletter! Tipps und Trends 02 ffentliche Hand und Umsatzsteuer/EuGH-Vorlage Umsatzsteuerliche Behandlung der Leistungen der Wasserversorgungsunternehmen/ EuGH und OFD Hannover Betriebsausgabenabzug von Sondernutzungsgebhren bei Betrieben gewerblicher Art keine verdeckte Gewinnausschttung Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft Aktienrechtliche Abhngigkeitsvermutung hat keine Bedeutung Ausnahmen der unmittelbaren Zweckverfolgung i.S.v. 58 Nr. 1-4 AO Wir hoffen, Ihnen auch mit diesem Newsletter wieder interessante und lesenswerte Informationen bieten zu knnen und wnschen Ihnen eine angenehme Lektre. Wenn Sie Anregungen oder Kommentare haben, freuen wir uns sehr ber eine E-Mail an public.services@de.ey.com 03 04 05 06 Termine 07 Veranstaltungen Tipps und Trends ffentliche Hand und Umsatzsteuer/EuGH-Vorlage Der BFH hat in einem Fall, in dem es um die Vermietung von Grundstcken durch eine juristische Person des ffentlichen Rechts geht, dem EuGH folgende Fragen vorgelegt. Ist die Unternehmereigenschaft einer juristischen Person des ffentlichen Rechts hinsichtlichderlangfristigenVermietungvonBroflchenundTief arageng pltzenzubejahen,wenn ndernfallsgrereWettbewerbsverzerrungenzuLasten a der juristischen Personen des ffentlichen Rechts vorliegen? WieistderBegriff,,grereWettbewerbsverzerrungen"i.S.d. Artikel 4 Abs. 5 Unterabsatz 2 der Richtlinie 77/388/EWG auszulegen? Vorliegend hat eine Grundstcksvermietungsgesellschaft ein Verwaltungsgebude mit Tiefgarage an eine IHK vermietet, die es neben der Eigennutzung auch an Dritte steuerpflichtig weitervermietet hat. Es geht also um die Frage, ob die IHK mit ihrer langfristigen Vermietung der Brorume und Pkw-Stellpltze an Dritte als Unternehmer i.S.d. Umsatzsteuergesetzes ttig geworden ist. Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass die Option zur Umsatzsteuerpflicht nach 9 UStG zumindest insoweit nicht wirksam sei, soweit die IHK ihrerseits die von der Klgerin angemieteten Broflchen langfristig steuerpflichtig an Dritte vermiete, da die IHK insoweit nicht unternehmerisch ttig sei. Der BFH stellt fest, dass die IHK mit der langfristigen Vermietung nach nationalem Recht nicht unternehmerisch ttig geworden ist (kein Verpachtungs-BgA). Der BFH erkennt vielmehr eine bloe Vermgensverwaltung. Da der BFH jedoch 2 Abs. 3 Satz 1 UStG stets unter Beachtung des Artikel 4 Abs. 5 der Richtlinie 77/388/EWG auslegt, erfolgt die Anrufung des EuGH, an den wiederum die Frage gestellt wird, ob Umsatzsteuerpflicht wegen grerer Wettbewerbs echtlicher Grundlage Dritten berlassen hat. Sollten solche Bereiche aber als unternehmerische Ttigkeit gefasst werden, msste nach Auffassung des Senats der Gesetzgeber dies ausdrcklich gesetzlich regeln. Gleichzeitig verweist der Senat auf das Urteil des EuGH Markgemeinde Welden, in dem der EuGH ausgefhrt hat, dass soweit eine Einrichtung des ffentlichen Rechts vorliegt, es Sache des nationalen Gerichts sei, zu beurteilen, ob die Voraussetzungen des Artikels 4 Abs. 5 der Richtlinie vorliegen. Es bleibt abzuwarten, wie der EuGH entscheiden wird. Dies knnte ggf. bedeutend fr die weitere umsatzsteuerliche Behandlung der ffentlichen Hand sein. Ansprechpartner Dr. Martin Robisch Ernst & Young Stuttgart Telefon +49 711 9881 15306 martin.robisch@de.ey.com Ursula Augsten Ernst & Young Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com 2 Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 Tipps und Trends Umsatzsteuerliche Behandlung der Leistungen der Wasserversorgungsunternehmen Der Europische Gerichtshof (Urteil vom 3. April 2008) und die OFD Hannover (Verfgung vom 14. Dezember 2007, S-7100-174St0172) haben aktuell zu den verschiedenen Leistungen von Wasserversorgungsunternehmen aus umsatzsteuerlicher Sicht Stellung genommen. LegenvonWasserleitungeneinschlielichderHauswasseranschlsse Der EuGH hat mit Urteil vom 3. April 2008 entschieden, dass das Legen eines Hausanschlusses fr die Versorgung eines Kunden mit Wasser und die Abwasserbeseitigung unter den Begriff ,,Lieferung von Wasser" im Sinne der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie zu fassen ist. Demzufolge unterliegt das Legen des Hausanschlusses, genauso wie die Wasserlieferung selbst, dem ermigten Mehrwertsteuersatz von 7 %. Dies gilt auch, wenn ein Zweckverband den Hausanschluss im Rahmen der ffentlichen Gewalt legt. Der EuGH fhrt aus, dass die Mitgliedsstaaten konkrete und spezifische Aspekte der ,,Lieferung von Wasser" mit einem ermigten Steuersatz belegen drfen, solange der Grundsatz der steuerlichen Neutralitt gewahrt bleibt. Die OFD Hannover hatte noch analog zum BMFSchreiben vom 5. August 2004 (BStBl 2004, I S. 638) das Legen des Hausanschlusses als selbststndige Hauptleistung angesehen, die dem Steuersatz von 19 % unterliegt. Zu den folgenden Leistungen von Wasserversorgungsunternehmen fhrt die OFD Hannover aus: Vermietung von Wasseruhren und Standrohren zur Bereitstellung von Bauwasser Eine solche Vermietung wird als Nebenleistung zur ermigt besteuerten Lieferung von Wasser gesehen, die somit dem Steuersatz von 7 % unterliegt. Dies gilt auch, wenn fr die Vermietung ein gesondertes Entgelt berechnet wird. Weiterleitung von Ablesedaten an eine Gemeinde oder einen Landkreis Zur Festsetzung von Abwassergebhren werden von den Wasserversorgungsunternehmen Ablesedaten an den Hoheitsbereich von Gemeinden oder Landkreisen weitergeleitet. Die folgenden Fallgestaltungen sind dabei denkbar: Zahlungen an das Wasserversorgungsunternehmen Liegt eine den Kommunalabgabegesetzen entsprechende und in der Abwassersatzung begrndete Verpflichtung der Wasserversorgungsunternehmen zur Weitergabe der Ablesedaten an die Gemeinde vor, so ist die Kostenerstattung als nicht steuerbarer Schadenersatz gem Abschnitt 3 Abs. 8 UStR 2005 zu qualifizieren. Ist eine solche Verpflichtung in der Abwassersatzung nicht festgelegt, so ist die Kostenerstattung steuerbares und steuerpflichtiges Entgelt fr die Leistung des Wasserversorgungsunternehmens. Keine Zahlungen an das Wasserversorgungsunternehmen Werden keine Zahlungen an das Wasserversorgungsunternehmen geleistet, stellt die Weitergabe der Daten eine steuerbare und steuerpflichtige unent geltliche sonstige Leistung nach 3 Abs. 9 a Satz 1 Nr. 2 UStG dar. Bemessungsgrundlage sind die entstandenen Kosten ( 10 Abs. 4 Nr. 3 UStG). Einzubeziehen sind jedoch nur die Kosten der Datenweitergabe, wie z.B. anteilige Brokosten, bermittlungskosten, Kosten fr die Zusammenstellung der Daten fr die Gemeinde, Kosten fr spezielle Auswertungen fr die Gemeinden etc., nicht jedoch die Kosten der Datenerhebung. Ansprechpartner Ursula Augsten Ernst & Young Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com Nicole Lissel Ernst & Young Kln Telefon +49 221 2779 25553 nicole.lissel@de.ey.com Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 3 Tipps und Trends Betriebsausgabenabzug von Sondernutzungsgebhren bei Betrieben gewerblicher Art keine verdeckte Gewinnausschttung Der BFH hat mit Urteil vom 6. November 2007 zu einem Sachverhalt aus dem Bereich Duales System Stellung genommen. Die Mitwirkung einer Gebietskrperschaft bei der Abfallentsorgung im Rahmen des Dualen Systems gegen Entgelt ist als Betrieb gewerblicher Art(BgA)zu qualifizieren. Die von dem BgA an die Gebietskrperschaft zu entrichtenden Sondernutzungsgebhren fr die Aufstellflchen fr Glascontainer knnen als Betriebsausgaben des BgA in Abzug gebracht werden. Dies stellt eine nderung der Rechtsprechung dar, da nach bisheriger Rechtsprechung des BFH Nutzungsentgelte fr von der Trgerkrperschaft berlassene wesentliche Betriebsgrundlagen den Gewinn eines BgA nicht mindern drfen. Die im Urteilsfall berlassenen Standflchen stellen zwar wesentliche Betriebsgrundlagen dar, aber die hierfr von dem BgA zu entrichtenden Sondernutzungsentgelte sind dennoch keine verdeckte Gewinnausschttung an die Gebietskrperschaft. Ausschlaggebend hierfr war, dass die Erlaubnis zur Nutzung der Standflchen durch Einrumung der entsprechenden Sondernutzung erteilt und Sondernutzungsgebhren nach der einschlgigen Gebhrensatzung festgesetzt wurden. Eine Hinzurechnung war auch nicht aus Wettbewerbsgrnden geboten, da die Sondernutzungsgebhren in gleicher Hhe von Privatunternehmen erhoben wurden. Ansprechpartner Prof. Dr. Manfred Orth Ernst & Young Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 28065 manfred.orth@de.ey.com Dr. Thomas Fritz Ernst & Young Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 27015 thomas.fritz@de.ey.com Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft Aktienrechtliche Abhngigkeitsvemutung hat keine Bedeutung Der Bundesfinanzhof hatte in seinem Urteil vom 5. Dezember 2007 (V R 26/06) darber zu entscheiden, inwieweit die Abhngigkeitsvermutung nach 17 AktG fr die Eingliederungsvoraussetzungen nach 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG Bedeutung hat. Die Klgerin war eine GmbH, deren Anteile der Einzelunternehmer B zu 51 % und zunchst die X-GmbH & Co. KG und spter die Z-Beteiligungsgesellschaft zu 49 % hielten. Die Satzung der Klgerin sah vor, dass Gesellschafterbeschlsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden. Eine Reihe von Beschlussgegenstnden wie z.B. Entlastung, Abberufung und Bestellung von Geschftsfhrern war einstimmig zu fassen. Nach der Satzung durften beide Gesellschafter je einen Geschftsfhrer bestellen. In den Streitjahren waren der von B und der von dem Minderheitsgesellschafter jeweils bestellte Geschftsfhrer ttig. Beide waren einzelvertretungsberechtigt. Die Klgerin erbrachte Dienstleistungen an eine auf das Einzelunternehmen des B verschmolzene Klinik sowie an eine weitere Klinik-GmbH, deren Anteile B zu 98 % hielt. Die Klgerin behandelte diese Umstze als nicht steuerbare Innenumstze im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft. 4 Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 Tipps und Trends Das Finanzamt folgte dem nicht und setzte Umsatzsteuer fr die von der Klgerin an B und an die weitere Klinik-GmbH ausgefhrten Umstze fest (die wegen fehlender Berechtigung zum Vorsteuerabzug dort zu Kosten werden d. Red.). Die Klage war erfolgreich. Auf die Revision des Finanzamts hob der BFH die Entscheidung des Finanzgerichts auf und wies die Klage ab. Nach Auffassung des BFH war die Klgerin nicht Organgesellschaft des B. Denn hierfr htte die Klgerin finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen des B eingegliedert sein mssen. Nach 17 AktG wird bei Mehrheitsbeteiligungen vermutet, dass der Mehrheitsgesellschafter die Gesellschaft beherrscht. 17 AktG stellt nur die Regel auf, dass bei einer Mehrheitsbeteiligung die Abhngigkeit der Untergesellschaft von dem Mehrheitsgesellschafter vermutet wird. Da sie allein auf das Bestehen einer Mehrheitsbeteiligung abstellt, knne das nur fr die finanzielle Eingliederung, nicht aber fr die wirtschaftliche oder die organisatorische Eingliederung Bedeutung haben. Fr die organisatorische Eingliederung muss der Organtrger sicherstellen, dass eine abweichende Willensbildung auf Ebene der Organgesellschaft nicht stattfindet. Das kann z.B. durch Identitt der Geschftsfhrungen geschehen. Im Streitfall hielt der BFH die Voraussetzungen fr die organisatorische Eingliederung der Klgerin in das Unternehmen des B trotz dessen Mehrheitsbeteiligung an der Klgerin nicht fr gegeben. Da beide Geschftsfhrer einzelvertretungsberechtigt waren, konnte B als Mehrheitsgesellschafter eine abweichende Willensbildung in der Klgerin nicht verhindern. Fr die Streitjahre bestand auch keine schriftlich festgelegte Absprache (z.B. in Form einer Geschftsfhrerordnung), wonach der von dem Mehrheitsgesellschafter bestellte Geschftsfhrer das Letztentscheidungsrecht bei Meinungsverschiedenheiten gehabt htte. Eine mndliche Absprache hielt der BFH fr nicht ausreichend, da der dagegen verstoende Geschftsfhrer mglicherweise mangels Nachweises der Absprache nicht haftbar gemacht werden knne. Das Urteil ist auch fr Unternehmen von Bedeutung, die wie im Streitfall nicht oder nur eingeschrnkt zum Vorsteuerabzug berechtigt sind (z.B. Krankenhuser, Altenheime etc.) und insoweit die umsatzsteuerliche Organschaft als Gestaltungsinstrument nutzen mchten. In diesen Fllen reicht es nicht aus, sich auf die Beherrschungsvermutung nach 17 AktG zu berufen, sondern insbesondere fr die organisatorische Eingliederung muss durch geeignete Manahmen sicher gestellt werden, dass der Organtrger in der Geschftsfhrung der Untergesellschaft seinen Willen durchsetzen kann. Ansprechpartner Stephan Raab Ernst & Young Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 11895 stephan.raab@de.ey.com Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 5 Tipps und Trends Ausnahmen der unmittelbaren Zweckverfolgung i.S.v. 58 Nr. 1-4 AO Die OFD Frankfurt am Main hat mit Verfgung vom 21. Januar 2008 (OFD Frankfurt am Main 21. Januar 2008, S 0177 A-6-St 53, S 0177 A-7-St 53) zu den Ausnahmen der unmittelbaren Zweckverfolgung wie folgt Stellung genommen. 58 Nr. 1 AO Die OFD stellt klar, dass die Empfngerkrperschaft nach 58 Nr. 1 AO bei einer Mittelweiterleitung, soweit es sich um eine Krperschaft des Privatrechts handelt, selbst steuerbegnstigt sein muss. Dies setzt voraus, dass zu Beginn des Veranlagungszeitraums eine ordnungsgeme Satzung vorliegt. Die Weiterleitung von Mitteln zur Verwendung in einem steuerpflichtigen Betrieb gewerblicher Art (BgA) ist unschdlich, wenn diese Mittel fr einen steuerbegnstigenden Zweck verwendet werden. Fr die Steuerbegnstigung der Frderkrperschaft eines BgA ist die Steuerbegnstigung des BgA als Empfngerkrperschaft keine Voraussetzung. Dies bedeutet, dass eine eigene Satzung insoweit nicht erforderlich ist. Die Mittelweitergabe an nicht unbeschrnkt steuerpflichtige auslndische Krperschaften, die nach derzeitiger Verwaltungsauffassung nicht als steuerbegnstigte Krperschaften i.S.d. 51 ff. AO anerkannt werden knnen, ist zulssig, falls die Mittel fr steuerbegnstigte Zwecke verwendet werden. Die OFD stellt hinsichtlich des Wechsels der Verwendungsarten klar, dass es unschdlich ist, wenn im Fall von mehreren begnstigten Satzungszwecken einzelne Zwecke auch ber einen lngeren Zeitraum nicht verfolgt werden. Es muss jedoch mindestens immer ein Zweck gefrdert werden. 58 Nr. 2 AO Die OFD besttigt, dass die Mittelweiterleitung nach 58 Nr. 2 AO fr alle steuerbegnstigten Zwecke i.S.v. 52-54 AO mglich ist. Die Satzungszwecke der Frderkrperschaft und der Empfngerkrperschaft mssen nicht identisch sein. Einschrnkungen bestehen bei Mitgliedsbeitrgen. Die Mitgliedsbeitrge, die beim Zuwendenden steuerlich abziehbar sind, mssen auch bei Weitergabe an eine andere Krperschaft fr einen Zweck verwendet werden, der zum Abzug von Mitgliedsbeitrgen berechtigt. Als Nachweis fr die Abzugsfhigkeit der Mitgliedsbeitrge reicht die Kopie des Freistellungsbescheids der Empfngerkrperschaft aus. Allerdings billigt die Finanzverwaltung zu, dass bei entsprechender Weiterleitung von Mitgliedsbeitrgen ein Entzug der Gemeinntzigkeit nicht als geeignetes Mittel erscheint, lsst jedoch die Frage der Prfung einer Haftungsanspruchnahme i.S.d. 10b Abs. 4 EStG offen. 58 Nr. 3 AO Es wird klargestellt, dass 58 Nr. 3 AO keinen eigenstndigen steuerbegnstigenden Zweck begrndet. Die berlassung von Personal ist als steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschftsbetrieb zu beurteilen. Hier ist vor kurzem ein davon abweichendes Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein vom 6. Dezember 2007 (AZ 1K104/00)ergangen, bei dem allerdings Revision zugelassen wurde. 58 Nr. 4 AO Dasselbe gilt fr die berlassung von Rumen, wobei hier auch keine Beurteilung als Vermgensverwaltung in Betracht kommt. Ansprechpartner Ursula Augsten Ernst & Young Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com Nicole Lissel Ernst & Young Kln Telefon +49 221 2779 25553 nicole.lissel@de.ey.com 6 Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 Termine Seminar zur Besteuerung von Hochschulen, 26. und 27. Mai 2008, Bielefeld Die chronische Finanznot zwingt auch Hochschulen verstrkt dazu neue Einnahmequellen zu erschlieen. Immer mehr Verantwortlichen wird bewusst, dass Aktivitten wie Auftragsforschung, ,,Outsourcing", ,,Fundraising" und Weiterbildung nicht nur Chancen bieten, sondern auch mit Risiken verbunden sind. Ziel dieses Seminars ist es, die krper- und umsatzsteuerlichen Folgen auszuarbeiten, die sich aus bestimmten wirtschaftlichen Ttigkeiten der Hochschule ergeben knnen. Aufbauend auf einer jeweils kurzen theoretischen Einfhrung in die steuerliche Thematik werden die Problemstellungen, vor allem in Gruppenarbeiten, errtert. Der Workshop ist ausdrcklich fr Teilnehmer/innen konzipiert, die bereits in den Vorjahren den Workshop ,,Besteuerung von Hochschulen" besucht haben oder schon Erfahrung im Bereich des Steuerrechts und insbesondere der Besteuerung von Hochschulen gesammelt haben. Referent ist u.a. Dr. Thomas Fritz Ernst & Young Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 27015 thomas.fritz@de.ey.com Veranstalter ist das CHECentrum fr Hochschulentwicklung, eine Einrichtung der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Weitere Informationen und Anmeldung: www.hochschulkurs.de Tagungen, Seminare und sonstige Veranstaltungsreihen vermitteln wichtige und aktuelle Informationen. Sie bieten darber hinaus den idealen Rahmen fr einen Erfahrungsaustausch. Auf folgende Veranstaltungen mchten wir hinweisen. Die gemeinntzige Holding am 12. und 13. Juni 2008, Mainz Die Euroforum Deutschland GmbH fhrt eine Konferenz zur gemeinntzigen Holding durch. Im Bereich der gemeinntzigen Krperschaften werden im Interesse einer effektiven Organisation und effizienten Mittelverwendung zunehmend Holdingkonstruktionen aufgebaut. Eine solche liegt bereits vor, wenn selbst kleinere gemeinntzige Teilbereiche in eine gemeinntzige oder gewerbliche Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Selbiges gilt, wenn gleichartige Einrichtungen ihren Zusammenschluss erwgen, um Synergieeffekte zu nutzen. Holdingkonstruktionen bieten zwar Chancen, bei der rechtlichen und wirtschaftlichen Neustrukturierung sind allerdings zahlreiche Aspekte zu bercksichtigen. Referent ist u.a. Ursula Augsten Ernst & Young Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com Weitere Informationen und Anmeldung: Michaela Endemann Euroforum Deutschland GmbH Telefon +49 211 9686 3546 anmeldung@euroforum.com Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 7 Ansprechpartner Ernst & Young Assurance | Tax | Transactions | Advisory Wirtschaftsprfung und Steuerberatung Region West York Zllkau, Kln Telefon +49 221 2779 25647 york.zoellkau@de.ey.com Christoph Spiekermann, Dortmund Telefon +49 231 55011 22226 christoph.spiekermann@de.ey.com Region Sd Gert von Borries, Mnchen Telefon +49 89 14331 17200 gert.von.borries@de.ey.com Region Sdwest Ursula Augsten, Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com Thomas Mller-Marqus Berger, Stuttgart Telefon +49 711 9881 15844 thomas.mueller-marques.berger@de.ey.com Region Nord Holger Siebenthaler, Hannover Telefon +49 511 8508 16250 holger.siebenthaler@de.ey.com Thomas Gtze, Hamburg Telefon +49 40 36132 11463 thomas.goetze@de.ey.com Dr. Klaus Bracht, Hamburg Telefon +49 40 36132 11232 klaus.bracht@de.ey.com Region Berlin Franz-Josef Epping, Berlin Telefon +49 30 25471 21782 franz-josef.epping@de.ey.com Region Sachsen/Thringen Detlef Fleischer, Dresden Telefon +49 351 48402 3315 detlef.fleischer@de.ey.com Jrg Hellmann, Erfurt Telefon +49 361 6589 22210 joerg.hellmann@de.ey.com Region Rhein/Neckar/Saar Dr. Jrgen Staiger, Mannheim Telefon +49 621 4208 12231 juergen.staiger@de.ey.com Region Frankfurt am Main Hans-Peter Busson, Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 25271 hans-peter.busson@de.ey.com Ernst & Young in Deutschland Ernst & Young ist einer der Marktfhrer in der Wirtschaftsprfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung sowie Risiko- und Managementberatung. Unsere ber 6.000 Mitarbeiter sind durch gemeinsame Werte und unseren hohen Qualittsanspruch verbunden. Gemeinsam mit den 130.000 Kollegen der internationalen Ernst & Young-Organisation betreuen wir unsere Mandanten berall auf der Welt. Das gemeinsame Ziel aller Mitarbeiter ist es, unter Einsatz all ihrer Ressourcen, Fhigkeiten und Kompetenzen, das Potenzial unserer Mandanten zu entfalten. Weitere Informationen finden Sie unter Die folgenden Abteilungen sind deutschlandweit fr Sie da: Organisationsberatung fr die ffentliche Verwaltung und NPOs Cornelia Gottbeht, Mnchen Telefon +49 89 14331 17232 cornelia.gottbehuet@de.ey.com Risk Advisory Services Dr. Robert Heinrich, Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 24124 robert.heinrich@de.ey.com Steuerberatung Ursula Augsten, Stuttgart Telefon +49 711 9881 15280 ursula.augsten@de.ey.com Real Estate Michael Janetschek, Eschborn/Frankfurt am Main Telefon +49 6196 996 24540 michael.janetschek@de.ey.com Corporate Finance Robert Seiter, Berlin Telefon +49 30 25471 21415 robert.seiter@de.ey.com Wirtschaftsprfung Hans-Robert Walbrl, Mnchen Telefon +49 89 14331 13304 hans-robert.walbroel@de.ey.com Wenn Sie unseren Newsletter nicht mehr erhalten mchten, schreiben Sie uns an public.services@de.ey.com Wir lschen Sie dann aus unserer Datenbank. www.de.ey.com 2008 Ernst & Young AG Wirtschaftsprfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft All Rights Reserved. SCORE Retrieval File SRE 0408 Der Name Ernst & Young bzw. ,,wir" bezieht sich in diesem Firmenprofil auf alle deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG), eine Gesellschaft mit beschrnkter Haftung nach britischem Recht. Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbststndig und unabhngig und haftet nicht fr das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Public Services, Ausgabe 88 | April 2008 8

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